Als du vor dem LernWerk stehst, verlassen gerade ein paar Personen das Gebäude. Es sind die Kollegen von Juliana Thorn: Livia Brandner, Zuri Adebayo und Nico Hartmann. Hör ihnen genau zu, denn sie könnten wichtige Informationen zum Tatzeitpunkt geben.

Livia Brandner:
“Ah, gut, dass du da bist. Juliana ist leider gerade nicht da. Aber wir können dir sagen, wie Juliana gestern den Abend verbracht hat. Wir haben gestern noch länger im LernWerk gearbeitet. Juliana war bei uns, als wir das Gebäude verlassen haben.”
Zuri Adebayo:
“Genau. Wir haben am Abend die Sicherheitsanlage eingeschaltet und sind dann zusammen in die Stadt gegangen, etwas trinken. Wir waren die letzten im Gebäude.“
Nico Hartmann:
“Ja, es waren ein paar Drinks, aber Juliana hat nicht mitgetrunken. Irgendwann ist sie plötzlich weg gewesen, wir wissen nicht genau, wann.“
Livia Brandner:
“Wir können uns aber auch nicht vorstellen, dass Juliana etwas mit dem Drohbrief zu tun hat. Sie ist eigentlich eher queerfreundlich eingestellt.“
Nico Hartmann:
“Juliana hat ehrenamtlich auch im Bereich Beratung gearbeitet. Dabei geht es ihr vor allem um psychische Gesundheit.”
Zuri Adebayo:
“Genau, dabei kamen auch queere Jugendliche mit vielen Fragen zu ihr. Viele unterschätzen, wie belastend es sein kann, ständig erklären zu müssen, wer man ist. Juliana hat sich oft Zeit genommen, um Gespräche zu führen. Sie nimmt das sehr ernst.“
Livia Brandner:
“Deshalb fällt es uns schwer zu glauben, dass sie irgendetwas getan haben soll, das der queeren Community schadet. Sie wusste genau, wie sensibel solche Themen sind – auch gesundheitlich.“
Zuri Adebayo:
“Wir geben dir aber gern ihre Handynummern, falls du Fragen hast. Dann kannst du sie kontaktieren.“
Nico Hartmann:
“Mehr können wir im Moment nicht sagen. Wir waren alle zusammen draußen.“

Die drei Kollegen verabschieden sich anschließend freundlich und laufen Richtung Innenstadt.
Während die Kollegen gerade die Straße überqueren, kommt Kai Bolten auf dich zugerannt. Er möchte gern mit dir reden. Er wirkt ernst und betont die Dringlichkeit.

Kai Bolten: „Hallo, ich hoffe, ich störe nicht. Ich habe dich gerade durch das Fenster gesehen. Ich muss dir dringend etwas mitteilen. Als Sicherheitsmitarbeiter der Stadt habe ich Zugriff auf alle möglichen IT-Sicherheitssysteme. Ich habe mir die Zeitjournale von Johannes Beck genau angeschaut. Dabei ist mir etwas aufgefallen: Einige Einträge wurden offenbar nachträglich geändert. Das bedeutet, dass wir nicht genau sagen können, wie lange er gestern wirklich im Rathaus war. Sein Alibi ist also nicht mehr gesichert.
Ich weiß, das klingt nach einem großen Durcheinander, aber es ist wichtig, dass du das im Hinterkopf behältst. Johannes Beck könnte somit ein Verdächtiger sein, den man bisher noch nicht richtig einschätzen kann.”

Du überlegst, wie es nun weitergehen könnte. Dabei schaust du dir die Bäume an, die vor dem LernWerk stehen.
Du läufst etwas umher und startest immer bei dem Baum in der Ecke bei der Bank mit Rückenlehne.

Weg 1: Vom Start einmal Richtung Straße. Dann nach links, noch einmal nach links, einmal zurück , dann zwei nach links.
Weg 2: Vom Start zwei parallel zum LernWerk. Dann diagonal nach rechts, nocheinm diagonal nach rechts, und wieder diagonal rechts, noch einmal diagonal nach rechts und dann geradeaus.
Weg 3: Vom Start einmal Richtung Straße. Dann diagonal nach links, dann wieder diagonal nach links, wieder diagonal links und ein letztes mal diagonal nach links.
Weg 4: Vom Start zwei parallel zum LernWerk. Dann einmal zurück, zwei nach links, einmal nach rechts, um 180 Grad drehen und zwei geradeaus.
Weg 5: Vom Start einmal Richtung Straße. Dann einmal nach links, nochmal nach links, einmal nach rechts und nochmal nach rechts.

Hintergrundinformation – Queere Gesundheit

Juliana engagiert sich im Bereich psychische Gesundheit.
Möchtest du mehr zum Thema queere Gesundheit erfahren? Hier gibt´s die Infos.